Ein Bad in der Nordsee…

Heute ging es weiter Richtung Süden, immer wieder entlang der Küste und mit Kurs auf Kristiansand. Erneut wurden wir mit traumhaften Straßen belohnt. Mal direkt am Meer entlang, mal durch dichte Wälder – genau die Mischung, die eine Motorradtour in Norwegen so besonders macht.

Bei einer Pause an einem kleinen Strand entdeckten wir die Überreste eines alten Schiffswracks. Zu einem der Wrackteile gelangten wir problemlos über trockene Felsen und Steine. Etwas weiter draußen im Wasser entdeckten wir dann jedoch noch einen Teil des Motors. Natürlich wollten wir auch den aus der Nähe anschauen.

Bis kurz davor lief alles gut. Doch der letzte Stein war nass und mit Algen bewachsen. Von einer Sekunde auf die andere machte ich einen unfreiwilligen Fallrückzieher und landete mitten im Salzwasser.

Ein unfreiwilliges Bad in der Nordsee also. Soll ja gesund sein. Außer einem angeschlagenen Rücken, einem schmerzenden Hintern und komplett nasser Kleidung ist zum Glück nichts passiert. Mal sehen, ob sich morgen noch etwas bemerkbar macht.

Unterwegs kamen wir außerdem wieder an Helleren vorbei – einem Ort, den wir bereits 2018 besucht hatten. Dort stehen mehrere über 200 Jahre alte Häuser unter einem riesigen Felsvorsprung. Ein wirklich außergewöhnlicher Ort, den man sich immer wieder gerne anschaut.

Übernachtet wird heute bei Adventure Norway AS, einem Rafting-Campingplatz. Es ist bisher die einfachste Unterkunft unserer Reise – aber genau das macht ihren Charme aus. Geduscht habe ich heute unter freiem Himmel. Klingt ungewöhnlich, war aber richtig schön.

Ganz ohne Technik ging es natürlich auch heute nicht. Meine Moto Guzzi gönnte sich einen kurzen Rücklichtausfall, der sich mit einem Schraubendreher schnell beheben ließ. Matthias’ Moto Guzzi verlangte dagegen nach etwas Motoröl. Rund 150 Milliliter werden wir später noch nachfüllen.

Zum Abschluss des Tages haben wir noch die Fjord Line Schnellfähre gebucht. Morgen bringt sie uns um 13:00 Uhr von Kristiansand nach Hirtshals in Dänemark. Bis zum Hafen haben wir von hier nur etwa eine Stunde Fahrzeit. Morgen können wir also ganz entspannt in den Tag starten.

Bis morgen in Dänemark!

Helleren

Helleren

Hytta

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