Heute haben wir uns wieder ein gutes Stück weiter in Richtung Nordosten vorgearbeitet. Über 400 Kilometer standen am Ende des Tages auf dem Tacho – und jeder einzelne davon hat Spaß gemacht.
Die Strecke führte uns quer durch das schwedische Landesinnere, vorbei an unzähligen Wäldern, kleinen Seen und endlosen Kurven. Der Verkehr ist hier kaum der Rede wert. Drei Autos in einer Stunde wirken stellenweise schon fast wie dichter Verkehr.
Die Straßen fühlen sich an, als hätte jemand eine riesige Achterbahn mitten durch den Wald gebaut. Ständig geht es rechts, links, bergauf und bergab. Genau die Art von Straßen, die man sich als Motorradfahrer wünscht.
Irgendwann stellten wir fest, dass heute Sonntag ist. Da kam natürlich sofort die Frage auf, wo wir noch etwas zu essen bekommen würden. Also fragten wir an einer Tankstelle nach. Die Antwort kam völlig entspannt: „Kein Problem, irgendwo hat immer etwas offen.“
Und tatsächlich fanden wir einen großen Supermarkt, in dem wir uns sowohl für unterwegs als auch für den Abend mit Proviant eindecken konnten. Erleichterung auf ganzer Linie.
Natürlich durfte auch heute die klassische Vesperpause nicht fehlen. Diesmal mit einem Rocky on the Rocks – und wo könnte man den besser genießen als auf einem kleinen Felsen mitten in Schweden?
Für die Übernachtung half uns erneut die NorCamp-App. Darüber fanden wir den Reiterhof Risebo, auf dem wir eine kleine Hütte für die Nacht gemietet haben. Ein ruhiger Ort mitten in der Natur und genau das Richtige nach einem langen Tag im Sattel.
Während ich gerade den Blog schreibe, steht Matthias am Herd und kümmert sich um das Abendessen. Mittlerweile ist das schon ein eingespieltes Ritual geworden.
Morgen geht es weiter in Richtung Nordosten. Die Straßen werden nicht leerer, die Wälder nicht kleiner und die Vorfreude auf die nächsten Etappen bleibt ungebrochen.











